Summer Wardrobe Essentials 2015 – Kann man haben, muss man aber nicht

Ich habe mich bis jetzt von diesen Capsule Wardrobes (also der Idee sich in einer Saison auf eine fest Anzahl an Kleidungsstücken zu reduzieren) und so genannten “Essentials” fern gehalten, weil sie sich immer eher auf Business-Umgebungen zu beziehen scheinen und weil sie immer eine weiße Bluse enthalten. Weiße Blusen hasse ich nämlich, denn sie sind immer irgendwie zu fest und unbequem. Wenn sie nicht fest sind, sind sie aus Polyester. Außerdem sind sie weiß und manche Menschen transpirieren. Genauso gut könnte ich mir ein Schild um den Hals hängen, auf dem “Ich schwitze” steht. Neben weißen Blusen einhalten sie außerdem immer eine Lederjacke im Moto-Stil, weil man damit angeblich alles voll casual machen kann. Das mag so stimmen aber neben Sachen aus Polyester will ich an meinen Armen auch keine engen, unbeweglichen Stoffe haben. Ugh.

Erst als mich vor kurzem eine Freundin gefragt hat, ob ich mal so einen Post machen würde, habe ich angefangen ernsthaft über das Thema nachzudenken. Was waren eigentlich meine zentralen Stücke und wie finde ich das überhaupt heraus? Ich glaube ich gehöre zu den wenigen Menschen, die tatsächlich eben nicht nur 20% oder was auch immer ihres Kleiderschrankes tragen. Zum einen, weil ich ziemlich gnadenlos mehrmals im Jahr ausmiste, zum anderen, weil ich echt Listen zu dem Scheiß führe und so. Ich habe dem Thema also mit drei Grundfragen genähert:

  1. Was geht immer?
  2. Was trage ich am häufigsten?
  3. Was trage ich, wenn es schnell gehen muss und ich mich grade nicht groß mit Styling beschäftigen kann?

Schuhe - jeder liebt sie

Drei Paar treue Begleiter (von links nach rechts):

Die Adidas Gazelle habe ich in London bei dem netten Mädel entdeckt, dass dort für London Undiscovered die Free Tour gemacht hat. Sie sind nicht ganze so “out there” wie die Superstars oder Supercolors und eher casual. Gerade darum liebe ich sie so sehr. Auf der “Trend-Sneaker bis irgendwelche-Stoffschuhe”-Skala liegen sie so ziemlich in der Mitte und gehen damit eigentlich immer.

Ohne ein paar schwarze Ankle-Booties, geht meiner Meinung nach gar nichts. Meine sind von Office und ich hatte einen ziemlichen Kampf mit ihnen, weil sie mir ursprünglich zu eng waren und ich sie erst mal schmerzhaft einlaufen musste. Bei Leder geht das ja zum Glück und jetzt passen sie perfekt und werden mich sicher noch lange begleiten. Meiner Meinung nach ist diese Art Schuh nämlich universell, soll heißen: Die habe ich schon zu Vorstellungsgesprächen und zu Konzerten getragen. Mit dem passenden Rest-Outfit natürlich.

Für die roten Slipper von Tamaris gilt fast das selbe: Die kann man an Weihnachten bei Omi tragen und im Sommer mit Boyfriend-Jeans zum Grillen. Ich sehe sie so ein bisschen als meine “good girl shoes”, damit kann man im Zweifelsfall immer vortäuschen total vertrauenswürdig und harmlos zu sein.

 

Irgendwas in Breton-Streifen (am ehesten wohl ein Oberteil) sollte man schon haben, finde ich. Ich weiß nicht mal warum aber darin fühle ich mich in zehn von zehn Fällen stylisch und gut angezogen. Schwarz-weiß passt ja außerdem ohnehin zu allem.

Wenn man erstmal die richtige Brillenform gefunden hat, spricht auch nichts dagegen, sie gleich in mehreren Varianten zu haben (Die hier heißt Clubmaster). Für mich ist das ein Essential – ist klar, sonst sehe ich ja nichts.

Wichtig: Denim. Es mag fast unmöglich erscheinen sie zu finden, aber man braucht sie in seinem Leben: Diese Eine Jeans. Das Modell oben kommt für mich momentan am nächsten heran, es heißt Farleigh und ist ein chicer Kompromiss zwischen flubbeligen Skinnies und weiten Mom- oder Boyfriend Jeans. Löcher sind natürlich nicht notwendig, aber ein Trend den ich unterstütze denn man kann dann tatsächlich besser in die Knie gehen. Rutscht dann auch hinten nicht so. Dadurch das weniger Stretch enthalten ist, fühlt man sich auch gleich mehr angezogen. Ich mag die “Mom”-Form lieber als andere, weil sie high waist sind.

bluse und jacke

Diese Jeans Jacke übernimmt für mich die Rolle einer Moto-Lederjacke. Jeans ist für mich auf der Haut viel angenehmer als diese satinartige Fütterung, die die meisten Lederjacken habe. Ich hasse Satin. Woher diese Jeansjacke kommt, kann ich euch nicht sagen, weil wir vermutlich ungefähr im selben Alter sind. Für mich aber ein Beweis dafür, was gutes Denim leisten kann. Außerdem hat sie unendlich viele Taschen. Nuff said.

Die Bluse nenne ich liebevoll meinen “schwarzen Fleck”. Sie stammt aus der Phase in der ich Yohji Yamamoto total gefeiert habe. Nicht dass ich das jetzt nicht mehr tun würde aber ain’t nobody got time. Natürlich ist die nicht wirklich von Yohji Yamamoto sondern von Monki, aber ich denke das Feeling kommt in etwa rüber, non?

red cambridge satchel

Und last but not least verrate ich euch noch meinen Geheimen Trick. Wenn ich mich morgens wirklich gar nicht mit Klamotten auseinandersetzen will und einfach in Jogginghose und T-Shirt aus dem Haus stolpere nehme ich immer meine Cambridge Satchel mit. Sie bildet durch ihre Strukturiertheit, die klare Farbe und die Hochwertigkeit automatisch einen starken Kontrast zum Schluffi-Look und lässt alles nonchalant durchgestyled wirken. Done.

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