Not your Joana. | unpopular opinion

Wollt ihr mein Faschings-Outfit sehen? Ja? Höre ich da ein Hellau? Alaaf? Na dann: Hier ist mein Outfit für die nächsten fünf bis sieben Tage.
Ja, ich bin ein Fastnachtsmuffel. Eigentlich bin ich mir aber nicht sicher, ob “Muffel” in der Hinsicht ein ausreichend drastischer Begriff ist. Es gibt keinen Anlass, sich in den nicht ganz so milden Temperaturen des Februars in ein winzig kleines, popofreies Kleidchen aus Polyester in Qualität der 80er Jahre zu quetschen, das vage an des Klischeebild einer Krankenschwester erinnert,  um sich dann von einem Typen bequatschen zu lassen, der scheinbar seinen Intellekt gegen eine Brille mit Nase und Bart dran eingetauscht hat. Mein Name ist auch nicht “Joana”, also bitte schau mich nicht an, während du das gröhlst. Da fühle ich mich virtuell begrabscht. (“Döner” heiße ich auch nicht.) 
Und jetzt alle zusammen so “meh….”
Glücklicherweise ist es ziemlich einfach, dem Karneval zu entkommen, indem man einfach für eine Weile keinen Fuß mehr vor die Tür setzt. Aber mal echt, liebes öffentlich-rechtliches Fernsehen, welchen Mehrwert bringen all die Übertragungen von Kappensitzungen? Dass manche Darbietungen sich reimen (no comment) täuscht auch nicht darüber hinweg, dass der Humor noch platter ist, als der von Mario “bitches be weird” Barth. Eine Garde ist rot, die nächste vielleicht blau. Gemein sind ihnen nur die Strupfhosen, die ihre Beine immer mindestens drei Schattierungen dunkler aussehen lassen als den Rest ihrer in einer Reihe schwingenden Körper. Ältere Herren beklagen sich unkreativ über all die “political correctness” heutzutage. Ein Bauchredner schiebt seine mangelnde Ausdrucksfähigkeit auf eine Affenpuppe ab. Und das Problem bei alledem? Die Zielgruppe schaut sich das ganze sowieso live an. 
Woher meine Abneigung kommt, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist sie erblich? Vielleicht liegt es an meiner Angst vor Clowns? (Wie kommt man auf die Idee Clowns wären witzig?! Ich fand es als Kind schon peinlich von Clowns zu “mitmachen” genötigt zu werden.) Ich kann nichts dafür, ich mags einfach nicht. Sorry. (Not sorry.)
Catbus Shirt – Qwertee
Leggings – H&M
(Haare – Die japanese street style Tumblr, 
denen ich folge,
 suggerieren mir, das wäre jetzt wieder der Shit.)

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