Minicruise, 5. Amsterdam

Zwischenspiel: Minicruise

Minicruise. So nennt man das wenn man über Nacht von (in unserem Falle)  Newcastle nach Amsterdam fährt und (im Falle diverser Rentnergruppen) am nächsten Abend zurück. Rein technisch war ich also sogar auf Kreuzfahrt. Kannste mal sehn. Wie richtige Kreuzfahrer haben wir dann auch in der Navigators Bar Cocktails geschlürft, was aber mehr auf die übrig gebliebenen Pfunde (sprich: Geld, nicht Fett) als auf das gute Preis-Leistungs-Verhähltniss zurückzuführen ist.
Richtig kreuzfahrerisch war die fensterlose Kabine zwar auch nicht, dafür war aber die Toilette unter der Dusche. Manche Leute finden sowas ja witzig (aka: Jan: “Dann kann ma während em Duschen  aufs Klo geh’n!”)
Man muss aber zugeben das es auch mal ganz nett ein paar Stunden keine historisch super wichtigen Dinge zu bestaunen sonder das friedliche Meer. Ergo viel nichts. Die Seele baumeln lassen und so.

5. Amsterdam

Amsterdam liegt in Europa. Also Festland mein ich. Nach beinahe 3 Wochen Großbritannien etc. weiß man die kleinen Dinge zu schätzen. Steckdosen. Euros. Keine Gefahr mehr überfahren zu werden wenn man beim über die Straße in die falsche Richtung schaut. (“Look left.”)
An sonsten ist Amsterdam nicht nur wunderhübsch sondern auch um einiges sonniger als Schottland. Adé Winterjacke!
Wir haben dann nochmal so eine New Europe Tour gemacht. Insgesamt die Vierte, ich bin Fan. Man kann in Amsterdam sehr viel lernen über Drogen und so…. und andere Sachen. Ihr wisst schon.
Gewohnt haben wir in einem niedlichen kleinen Hostel-im-Hausboot, mit Abstand meine Lieblings- Schlafgelegenheit auf der ganzen Fahrt würde ich sagen.
Und damit kommen wir auch schon zur schlimmsten Schlafgelegenheit:

Hoek van Holland

Es ist ja nicht so das ich Zelten nicht mag. Das Zelt war auch nicht das Problem, im Gegenteil. Das winzige Zelt mit der einen kleinen Stange und ohne Sturmleinen (als ich meine Wäsche daran aufgehängt habe fand ich das noch total schlau) hat sich wirklich gut geschlagen. Soll meinen das wir nicht ertrunken sind. Das Problem war: KEIN MENSCH KANN SCHLAFEN BEI DEM KRACH SCHLAFEN (außer Jan).
Trotzdem war der Tag vor der Horrornacht eine schöne Abwechselung, grade weil wir fast nichts gemacht haben. Wir waren am Meer, sind mit unseren gemieteten Fahrrädern rumgefahren (garnicht so einfach wenn man nicht mit den Füßen auf den Boden kommt) und waren wieder am Meer und sind wieder rumgefahren. Nach wochenlangem Dauersightseeing auch mal ganz schön.
Eher Blöd war wiederum die Episode in der der Betreiber des Campingplatz-Kiosks und der Waschmaschinen mehrmals unsere Wäsche eingeperrt hat.

Möwe. Mein neuer bester Freund.


Brüssel

Auf die Horrornacht von Hoek van Holland folge prompt ein Horrortag. Stundenlang Zugfahren und kein Hotel haben nachdem man nicht geschlafen hat ist nicht schön.

Auf fast allen Fotos hab ich dieses Kleid an. Ich kann aber veischer das ich noch mehr Kleider dabei hatte.


Brüssel war die letzte Station unserer Fahrt, noch einmal Power-Sightseeing, noch einmal stundenlang planlos rumlaufen und Waffeln, Waffeln, Waffeln. Ich kann stolz behaupten an jedem einzelnen Tag in Belgien eine Waffel gegessen zu haben. In Brüssel liegt ja auch bekanntlicherweise Europa. In Europa kann man gut Skateboarden, wie uns dann auch demostriert wurde. Zumindest bis “Securité. Allez!” oder so. 

Europa.  

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *