In the trees | Outfit

Leere Räume an der Uni, so wie der in dem ich diesen Eintrage gerade tippe, sind immer irgendwo zwischen “Woohoooo eine Steckdose” und “OMG hoffentlich ist der Raum auch wirklich unbesetzt und ich muss nicht gleich nachdem ich mich gemütlich eingerichtet habe, wieder hier raus”. Manchmal kommt auch jemand vorbei und schaut vorwurfsvoll oder gar mitleidig hier rein. “Was willst du hier, du bist doch wohl keine Eine-Frau-Seminar” oder “Schau mal die Arme, die hat wohl keine sozialen Kontakte.”
Fakt ist, ich muss hier jetzt noch eine Stunde bis zu meinem Treffen rumkriegen und ich brauche nunmal Strom. Wie die meisten Unis ist aber auch diese wohl zu einer Zeit gebaut worden, zu dem permanenter Elektriziätszugang noch kein lebens- und studierensnotwendiges Kriterium war.
Ich bin da ein bisschen neidisch. Ohne Internetzugang ist heute nichts mehr zu regeln (Ich kann ja nichtmal herausfinden, ob irgendein Dozent plötzlich Hausaufgaben hochgeladen hat, ohne meine Mails zu checken – Sowas im Seminar direkt anzukündigen und dabei dann auch zu bleiben wäre ja zu viel verlangt.) Mit Internetzugang lauert permanent die Gefahr der Prokrastination.
Ich habe mir eine Art Schockthereapie verordnet: Hausaufgaben ausdrucken, Computer aus, WLAN aus. Mal sehen ob das funktioniert und ich mich auf mein Offline-Wurzeln besinnen kann.

Wann bin ich zum Beispiel zum letzten mal auf einen Baum geklettert, statt nur Bilder von ihnen zu rebloggen?
Weste – von Oma gestrickt
T-Shirt – Qwertee
Jeans – Topshop
Schuhe – Office
 

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