Aus alt mach neu: Papas kurze Hose | DIY

Bei DIYs kommt es, meiner Meinung nach, oft eher auf die Idee an sich, als auf die tatsächliche Ausführung an. Heute habe ich eine Idee für alte, kurze Hosen aus Mamas beziehungsweise Papas Kleiderschrank für euch. Meine kurze Hose (oben im “Originalzustand”) hat mir mein Papa gegeben. 
Natürlich ist sie mir an der Hüfte um einiges zu weit, für eine kurze Hose ist sie aber nicht besonders lang. Besonders für eine kurze HERREN-Hose. Beim Auseinandernehmen habe ich auch festgestellt, dass die Nähte original waren, also ist sie auch nicht versehentlich zu kurz abgeschnitten worden. Diese Hose wurde so gekauft (No shit, Sherlock!). Trugen Männer in den 70ern/80ern Hotpants?
Aus dieser sexy Herren-Hotpant habe ich eine “high waisted”* kurze Hose gemacht. So eine suche ich schon lange, aber hier im nirgendwo ist der Trend eindeutig noch nicht angekommen.

Ich bin keine Schneiderin, bestimmt gibt es viel sinnvollere Wege, das hier zu machen, aber hey: Die Idee zählt!

Ihr braucht:

  • Eine Schere
  • Einen Nahttrenner
  • Eine Nähmaschine (theoretisch könnte man das sicher auch per Hand machen, aber zugegebenermaßen wäre ich dazu wohl zu faul)
  • Reihgarn (kann man aber auch weglassen)
  • Jeansgarn (oder ein andres Garn, das zu euer Hose passt)

Zuerst kommt logischerweise das Auseinandernehmen. Auf den Bildern oben könnt ihr sehen, wie ich dabei vorgegangen bin. Zuerst habe ich die Seitennähte aufgetrennt und den Bund einfach durchgeschnitten (jaja, den Bund hätte ich ganz abtrennen können, aber das war mir zu stressig). Dann habe ich noch die Gürtelschlaufen abgetrennt. Falls ihr am Ende findet, dass ihr nicht mehr genug Schlaufen habt, könnt ihr sie natürlich wieder annähen, für mich waren sie aber erstmal im Weg.

Anschließend habe ich meine Taille und die Bundweite der Hose ausgemessen (Vorder- und Hinterteil der Hose sind nicht identisch, also Achtung!). Dann habe ich meinen Taillenumfang halbiert und ausgerechnet um wie viel jede Seite der Hose schmäler werden muss. 
Das ganze dann natürlich auf links abstecken und am besten auch “reihen” (sagt meine Oma dazu: im Prinzip näht ihr einfach locker mit Nadel und Faden an eurer abgesteckten Linie vorbei, dass hat den Vorteil dass ihr die Hose dann pieks-frei mal anprobieren könnt und gegebenenfalls die Weite anpassen, falls es an irgendeiner Stelle nicht passt). 
Wenn ihr mit der Größe zufrieden seid, müsst ihr das ganze nur noch ordentlich zusammen nähen, den überflüssigen Stoff abschneiden und wenn ihr’s noch ein bisschen hübscher haben wollt, noch einmal mir Zickzack-Stich an der Stoffkante vorbeigehen. Zusätzlich bin ich auch noch einmal von außen über die Naht gegangen, damit sich das überstehende Material auf der Innenseite ein bisschen legt, aber der Schritt ist optional.
Ich wollte zusätzlich noch den “distressed look” also habe ich anschließend dieses DIY von der supercoolen Angela von CLLCT.net angewandt.
Uuuuuuuund fertig:

So sieht die Hose dann am Ende aus. Unten könnt ihr auch gleich sehen, wie ich sie dann gestyled habe. 

 Outfit: 
Hemd – Dickies
T-Shirt – H&M
Socken – Topshop
Schuhe – eram

*trendiger Begriff für “hoher Bund”, sonst klingts immer so nach Omis Kleiderschrank.

One Comment

  1. haha schlimm das männer früher sowas getragen haben in den 70er XDDDD ich hab auch fotos von meinem vater ion solchen shorts gesehen haha XDD
    die hose ist dir toll gelungen 🙂 ich muss immer
    alle DIY selbst nähen -..-
    lg ;**

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